Wie andere IT-Services unterliegt auch das Outsourcing, speziell das Outsourcing von IT-Leistungen, Trends und neuen Tendenzen. Kit Burden (DLA Piper London) und Dr. Jan Geert Meents (DLA Piper München) stellen die die aus ihrer Sicht wichtigsten Trends für das Jahr 2010 vor.
- Die Tendenz zum Nachverhandeln bestehender Outsourcing-Verträge bleibt bestehen. Kunden werden weiterhin darauf bedacht sein, auch im Rahmen laufender Verträge Kosten zu sparen bzw. eine maximale Wertschöpfung zu erreichen.
- Die Anzahl von Outsourcing-Transaktionen wird zunehmen. Dies ist einerseits die Folge des fortschreitenden wirtschaftlichen Drucks, der in vielen Unternehmen herrscht; andererseits ist diese Entwicklung darauf zurückzuführen, dass für große Outsourcing-Transaktionen bekannte Unternehmen (wie etwa Banken) ihre strategische Analyse aus dem Vorjahr abgeschlossen haben und nunmehr die Realisierung der Empfehlungen ins Auge fassen.
- Gleichzeitig wird das Multi-Vendor-Sourcing, also das Outsourcing an eine Vielzahl von kleinen, spezialisierten Anbietern, gegenüber „Mega-Deals“ an Bedeutung gewinnen.
- Es wird immer mehr Geschäftsbereiche geben, die als für ein Outsourcing geeignet angesehen werden. Möglicherweise rücken sogar Bereiche in den Fokus, die bislang als nicht ausgliederbares Kerngeschäft betrachtet wurden.
- Bei den Vergütungsmodellen für Outsourcing-Leistungen geht der Trend zur einheitlichen oder transaktionsbasierten Kalkulation. Reine volumenabhängige Vergütung tritt dagegen zunehmend in den Hintergrund.
- Outsourcing-Leistungen werden verstärkt unter Nutzung von Cloud Computing Services erbracht werden.
